Auf einen Blick
- Abschluss
- Staatlich geprüfte/r Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in (Staatsexamen)
- Dauer
- 2 Jahre Vollzeit + 6 Monate Anerkennungspraktikum
- Form
- Vollzeit; als Umschulung per Bildungsgutschein förderbar
- Ausbildungsbeginn
- jährlich zum 15. September, Bewerbung ganzjährig
- Praktikum
- 800 Stunden praktische Ausbildung, Abteilungswechsel alle 4 Wochen
- Träger
- Johannesbad Akademie GmbH (Johannesbad Gruppe)
- Förderung
- Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit (AZAV), BAföG
In Bad Füssing unterhält die Johannesbad Akademie GmbH eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für Masseure und medizinische Bademeister. Sie ist ein Haus der Johannesbad Gruppe und liegt im niederbayerischen Kurort, dem sie auf ihrer Website eigene Rubriken widmet. Unterrichtet wird von Fachlehrern und Ärzten.
Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister
Die Ausbildung beginnt jedes Jahr am 15. September und dauert zwei Jahre in Vollzeit, gefolgt von einem sechsmonatigen Anerkennungspraktikum. Für Fachtheorie und Fachpraxis sind 2.250 Stunden vorgesehen, die praktische Ausbildung umfasst weitere 800 Stunden. Unterricht ist von Montag bis Donnerstag, freitags endet der Schultag um 12 Uhr. Die ersten sechs Monate gelten als Probezeit und schließen mit einer Zwischenprüfung ab, erst danach beginnen die stundenweisen Praxiseinsätze.
Das Examen besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil. Den Prüfungsausschuss bilden die unterrichtenden Fachlehrer, den Vorsitz in der mündlichen Prüfung übernimmt ein Beauftragter der Regierung von Niederbayern. Nach Examen und Anerkennungspraktikum lautet die Berufsbezeichnung staatlich geprüfte Masseurin und medizinische Bademeisterin bzw. staatlich geprüfter Masseur und medizinischer Bademeister.
Auch für den beruflichen Neustart kommt die Schule infrage: Wer umschulen möchte, kann die Ausbildung mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit fördern lassen, die Maßnahme ist nach AZAV zugelassen. Eine Teilzeitvariante nennt die Schule nicht. Für Schülerinnen und Schüler verweist sie außerdem auf BAföG.
Besonderheiten
- Praxisvormittage: In einem von zwei abwechselnden Unterrichtsmodellen arbeiten die Auszubildenden vormittags am Patienten und haben nachmittags Fachunterricht. Die Abteilungen der physikalischen Therapie wechseln alle vier Wochen.
- Selbsterfahrung: Die Schülerinnen und Schüler erleben Behandlungen selbst aus Sicht der Patienten, damit verschiedene Lerntypen angesprochen werden.
- Zweiter Abschluss: Nach der Ausbildung ist eine verkürzte Nachqualifizierung zum Physiotherapeuten möglich, sodass am Ende zwei staatlich anerkannte Berufsabschlüsse stehen.
Voraussetzungen und Bewerbung
Formal reicht ein Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Dazu kommen persönliche Eignung, eine ärztliche Bescheinigung über die körperliche und psychische Eignung sowie ein polizeiliches Führungszeugnis, beide nicht älter als drei Monate; Bewerber aus Österreich legen einen Auszug aus dem Strafregister vor. Ein Vorpraktikum im therapeutischen Bereich empfiehlt die Schule, verlangt es aber nicht. Zur Bewerbung gehören Zeugniskopie, Lebenslauf, Aufnahmeantrag, Lichtbild und Anschreiben; eine Klarsichthülle genügt. Fremdsprachige Urkunden brauchen eine Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer. Bewerben kann man sich das ganze Jahr, auch über ein Onlineformular.