Auf einen Blick
- Abschluss
- Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in (staatliche Prüfung)
- Dauer
- 2 Jahre Vollzeit, danach 6 Monate praktische Tätigkeit
- Form
- Vollzeit; Bildungsgang AZAV-zertifiziert
- Ausbildungsbeginn
- jeweils zum neuen Schuljahr nach den Sommerferien
- Träger
- öffentliche berufsbildende Schule der Landeshauptstadt Magdeburg
- Förderung
- BAföG; Umschulung über AZAV-Zertifizierung möglich
Ihren Ehrennamen trägt die Schule nach dem jüdischen Magdeburger Arzt Dr. Otto Schlein, der sich besonders um sozial schwache Patientinnen und Patienten kümmerte und 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Verliehen wurde der Name 1981 der damaligen Medizinischen Fachschule am Bezirkskrankenhaus Magdeburg. Heute sind die Berufsbildenden Schulen „Dr. Otto Schlein“ eine öffentliche Schule mit drei Standbeinen: Gesundheits-, Sozial- und Laborberufe. Unterrichtet wird in einem Neubau und im rekonstruierten Altbau der früheren Chemieschule.
Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister
Der Bildungsgang in der Berufsfachschule dauert zwei Jahre in Vollzeit und startet jeweils mit dem neuen Schuljahr nach den Sommerferien. Er verbindet theoretischen und praktischen Unterricht mit einer praktischen Ausbildung und endet mit einer staatlichen Prüfung nach bundesrechtlichen Vorschriften. Der Unterricht ist in zwei Lernbereiche gegliedert. Zum theoretischen gehören etwa Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Hygiene sowie Prävention und Rehabilitation, zum berufsbezogenen unter anderem klassische Massage, Reflexzonentherapie, Sonderformen der Massagetherapie, Übungsbehandlung, Elektro- und Hydrotherapie und Sport.
Nach bestandener Prüfung folgt eine praktische Tätigkeit von sechs Monaten in einem dafür ermächtigten Krankenhaus oder einer anderen geeigneten medizinischen Einrichtung, unter fachlicher Aufsicht. Erst mit diesem Nachweis lässt sich die Berufserlaubnis beantragen. Im Menü der Schule erscheint der Bildungsgang zudem unter den AZAV-zertifizierten Angeboten. Damit kommt er grundsätzlich auch für eine geförderte Umschulung in Frage; Einzelheiten dazu klärt die Schule im Gespräch.
Besonderheiten
- Als öffentliche berufsbildende Schule bündelt das Haus zahlreiche Gesundheitsberufe, darunter Physiotherapie, Ergotherapie, Diätassistenz und Pharmazeutisch-technische Assistenz, dazu eine Pflegeschule.
- Nach der Prüfung als Masseur und medizinischer Bademeister ist laut Schule der Weg in die Physiotherapie offen; im AZAV-Bereich führt sie eine verkürzte Physiotherapie-Ausbildung.
- Über die Fachoberschule Gesundheit und Soziales im eigenen Haus lässt sich später ein Fachhochschulstudium ansteuern.
- Fortbildungen und Zertifikatskurse in Spezialtechniken nennt die Schule als weitere Qualifikationswege.
- Die Schule trägt das Signet „Schule ohne Rassismus“.
Voraussetzungen und Bewerbung
Aufnahmevoraussetzung ist der Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand; ersatzweise genügt eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens einem Jahr. Ob ein anderer Bildungsstand gleichwertig ist, stellt die Schulbehörde fest. Der Bewerbung liegen Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, zwei Passbilder, die beglaubigte Kopie des letzten Zeugnisses, ein Impfnachweis, eine ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung und der Anmeldebogen der Schule bei. Für die Förderung nach BAföG ist das Amt für Ausbildungsförderung des jeweiligen Landkreises zuständig.