Glossar Massage und Physikalische Therapie: Fachbegriffe von A bis Z
116 Begriffe
Vom Masseur- und Physiotherapeutengesetz über die Heilmittel-Richtlinie bis zu Lymphdrainage, Unterwassermassage und Fango: Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die in der Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister und im Berufsalltag vorkommen. Jeder Eintrag nennt die Definition, den rechtlichen oder fachlichen Rahmen mit Stand und die Bedeutung für Ausbildung und Praxis.
A
- Allgemeine Krankheitslehre Die Allgemeine Krankheitslehre beschreibt Grundvorgänge von Krankheit, die in vielen Organen nach demselben Muster ablaufen, etwa Entzündung, Ödem, Degeneration und Kreislaufstörung. Im Lehrgang für …
- Anatomie Anatomie beschreibt den Aufbau des menschlichen Körpers. Im Lehrgang für Masseure und medizinische Bademeister ist sie mit 240 Stunden das drittgrößte Fach der Anlage …
- Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist das Verfahren, in dem eine Landesbehörde eine im Ausland erworbene Massage- und Bäderausbildung mit der Ausbildung nach MPhG und …
- Anerkennungspraktikum (praktische Tätigkeit) Das Anerkennungspraktikum heißt im Gesetz praktische Tätigkeit: sechs Monate unter Aufsicht in einem ermächtigten Krankenhaus oder einer geeigneten medizinischen Einrichtung, abgeleistet nach der staatlichen …
- Angewandte Physik und Biomechanik Angewandte Physik und Biomechanik ist Fach 8 im Lehrgang für Masseure und medizinische Bademeister: 20 Stunden Einführung in Kinematik, Dynamik und Statik als Grundlage …
- Anpassungslehrgang Der Anpassungslehrgang ist eine Ausgleichsmaßnahme aus Unterricht, betreuter Praxis oder beidem an einer Schule oder Einrichtung; Fachkräfte mit ausländischem Massage- und Bäderabschluss schließen damit …
- Apparative Massage Apparative Massage bezeichnet Massagetechniken mit Gerät oder Hilfsmittel, laut MB-APrV insbesondere Stäbchen, Saugwelle und Vibrationsgeräte. Sie ist Lehrstoff der Sonderformen, eine Massage mittels Gerät …
- Arbeitsfelder Arbeitsfelder sind die Einsatzorte von Masseurinnen und medizinischen Bademeisterinnen sowie Masseuren und medizinischen Bademeistern: Praxis, Krankenhaus, Reha- und Kurklinik, Kurmittelhaus und Therme, Sport und …
- Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Masseure und medizinische Bademeister (MB-APrV) Die MB-APrV ist die Bundesverordnung zum MPhG. Sie regelt den Lehrgang der Masseure und medizinischen Bademeister mit 2.230 Stunden Unterricht und 800 Stunden praktischer …
- Ausbildungsdauer Die Ausbildungsdauer zum Masseur und medizinischen Bademeister umfasst nach § 4 MPhG zwei Jahre Lehrgang mit staatlicher Prüfung und sechs Monate praktische Tätigkeit, bei …
- Ausbildungsinhalte (Stundentafel) Die Ausbildungsinhalte der Masseur-Ausbildung legt Anlage 1 der MB-APrV fest: 19 Unterrichtsfächer mit zusammen 2.230 Stunden und mindestens 800 Stunden praktische Ausbildung am Patienten …
- AZAV-Zulassung Die AZAV-Zulassung ist die Zulassung eines Bildungsträgers und seiner Maßnahmen durch eine fachkundige Stelle, bestätigt mit einem Zertifikat. Erst wenn Träger und Maßnahme zugelassen …
B
- Balneotherapie Balneotherapie ist die Behandlung mit natürlichen Heilmitteln des Bodens wie Heilwasser, Peloiden und Heilgasen, vor allem als Bad oder Packung. In der Masseurausbildung gehört …
- Befunderhebung (physikalisch-therapeutische Befundtechniken) Befunderhebung bezeichnet das gezielte Erfassen und Festhalten dessen, was an Gewebe, Haltung und Bewegung auffällt, als Grundlage der Behandlung. Im MMB-Lehrgang heißt das Fach …
- Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde ist Fach 1 im Lehrgang für Masseure und medizinische Bademeister: 40 Stunden Berufskunde und Ethik, Gesundheitswesen, Berufs- und Patientenrecht, soziale …
- Bewegungsbad Ein Bewegungsbad ist ein temperiertes Therapiebecken oder eine Schmetterlingswanne für Übungen im Wasser. Die Heilmittel-Richtlinie führt die Übungsbehandlung im Bewegungsbad als eigenes Heilmittel, das …
- Bildungsgutschein Der Bildungsgutschein bescheinigt, dass die Voraussetzungen für die Förderung einer beruflichen Weiterbildung nach § 81 SGB III vorliegen; eingelöst wird er bei einem zugelassenen …
- Bindegewebe Bindegewebe ist ein Grundgewebe aus Zellen, Fasern und Grundsubstanz, das Organe verbindet, Räume füllt und Zug aufnimmt. Lederhaut, Unterhaut und Faszien bestehen überwiegend daraus; …
- Bindegewebsmassage (BGM) Die Bindegewebsmassage ist eine reflektorische Massageform, die mit Zugreizen in Haut und Unterhaut arbeitet. Sie ist Heilmittel nach § 18 der Heilmittel-Richtlinie; in der …
C
- Colonmassage (CM) Die Colonmassage (CM) ist eine Massage über der Bauchdecke mit analwärts gerichteten Druck- und Gleitbewegungen an bestimmten Punkten. Im MMB-Lehrgang gehört sie zu den …
E
- Effleurage (Streichung) Effleurage ist die Streichung, ein Grundgriff der klassischen Massagetherapie, bei dem die Hände flächig über die Haut gleiten. Sie leitet eine Behandlung ein, verbindet …
- Eignungsprüfung Die Eignungsprüfung ist eine rein praktische staatliche Prüfung am Patienten. Mit ihr weisen Antragstellende mit einem Ausbildungsnachweis aus der EU oder dem EWR nach, …
- Elektrotherapie Elektrotherapie fasst therapeutische Anwendungen von Gleichstrom und Wechselströmen unterschiedlicher Frequenz zusammen, etwa mit Elektroden oder im hydroelektrischen Bad. In der Masseurausbildung gehört sie zum …
- Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung ist der Bescheid der Landesbehörde, der zum Titel Masseurin und medizinische Bademeisterin bzw. Masseur und medizinischer Bademeister berechtigt. …
- Erste Hilfe und Verbandtechnik Erste Hilfe und Verbandtechnik ist ein Fach im Lehrgang der Masseure und medizinischen Bademeister: 30 Stunden nach Anlage 1 Nr. 7 MB-APrV zu Notfallverhalten, …
F
- Fachangestellter für Bäderbetriebe (Abgrenzung) Der Fachangestellte für Bäderbetriebe ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz für Aufsicht, Rettung, Technik und Schwimmunterricht in Bädern. Mit dem Masseur und medizinischen …
- Fachliche Leitung Im Physiotherapie-Vertrag nach § 125 SGB V ist die fachliche Leitung die Person, die eine Praxis im Auftrag des zugelassenen Leistungserbringers fachlich führt und …
- Fango Fango ist ein feinkörniger Mineralschlamm aus der Gruppe der Peloide, der erhitzt als Packung Wärme an den Körper abgibt. Die Heilmittel-Richtlinie führt Fangopackungen unter …
- Fehlzeiten Fehlzeiten sind Unterbrechungen von Lehrgang oder praktischer Tätigkeit. Auf den Lehrgang rechnet § 6 MPhG Ferien voll an, Krankheit, Schwangerschaft und andere nicht selbst …
- Fortbildungspflicht Die Fortbildungspflicht verlangt von zugelassenen Praxen der Physiotherapie, auch reinen Massagepraxen, regelmäßige Fortbildung: Inhaber oder fachliche Leitung sammeln 60 Fortbildungspunkte in vier Jahren, alle …
- Friktion (Reibung) Friktion ist in der Massage die Reibung: ein Grundgriff der klassischen Massagetherapie, bei dem Fingerkuppen oder Handballen mit Druck auf kleiner Fläche kreisend oder …
- Fußreflexzonentherapie Die Fußreflexzonentherapie ist eine Grifftechnik an den Füßen, die auf einem Zonenmodell beruht. Im Lehrgang zählt sie zu den Sonderformen der Massagetherapie; in der …
G
- Gesundheitliche Eignung Die gesundheitliche Eignung verlangt das MPhG zweimal: als Zugangsbedingung zum Lehrgang für Masseure und medizinische Bademeister (§ 5 Nr. 1) und als Bedingung der …
- Gleichwertigkeitsprüfung Die Gleichwertigkeitsprüfung ist der Abgleich einer im Ausland abgeschlossenen Massage- und Bäderausbildung mit Lehrgang und praktischer Tätigkeit nach MPhG und MB-APrV, den die zuständige …
H
- Haut Die Haut grenzt den Körper nach außen ab und besteht aus Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Für Masseurinnen und Masseure ist sie die Kontaktfläche jeder …
- Head-Zonen Head-Zonen sind Hautbereiche, die bei Erkrankungen innerer Organe empfindlicher reagieren oder schmerzen können und einem Rückenmarkssegment zugeordnet werden. In der Reflexzonentherapie gelten sie als …
- Heilbad und Kurort Heilbad und Kurort sind Prädikate, die ein Land nach seinem Kurortegesetz an Gemeinden oder Ortsteile vergibt. Ein Heilbad stützt sich auf ein natürliches Heilmittel, …
- Heilmittel Heilmittel sind persönlich zu erbringende therapeutische Leistungen wie Massage, medizinisches Bad oder Elektrotherapie. Gesetzlich Versicherte erhalten sie nach § 32 SGB V auf Verordnung …
- Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) Die Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) ist die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, die festlegt, welche Heilmittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden dürfen, bei welchen Indikationen und …
- Heilmittelkatalog Der Heilmittelkatalog ist der Zweite Teil der Heilmittel-Richtlinie. Er ordnet Diagnosegruppen und Leitsymptomatiken die verordnungsfähigen Heilmittel zu und legt Höchstmengen je Verordnung, orientierende Behandlungsmengen …
- Heilmittelverordnung Die Heilmittelverordnung ist der ärztlich ausgestellte Vordruck Muster 13, der eine Massage-, Bäder- oder Elektrobehandlung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung veranlasst. Masseurinnen und Masseure geben …
- Heiße Rolle Die heiße Rolle ist eine Wärmeanwendung mit fest aufgerollten Frotteetüchern, die mit heißem Wasser getränkt und über die Haut geführt werden. Die Heilmittel-Richtlinie führt …
- Hydroelektrisches Bad (Stangerbad) Das Stangerbad ist ein hydroelektrisches Vollbad: In einer Spezialwanne mit Elektroden leitet warmes Wasser konstanten Gleichstrom an den Körper. Zusammen mit dem Zellenbad als …
- Hydrotherapie Hydrotherapie ist die Anwendung von Wasser als Träger von Temperatur- und Druckreizen, etwa als Waschung, Guss, Wickel oder Bad. Im Lehrgang der Masseure und …
- Hygiene Praxishygiene umfasst die Maßnahmen, mit denen Praxen, Badeabteilungen und Kliniken die Übertragung von Krankheitserregern verhindern sollen. In der Massageausbildung ist Hygiene ein Fach mit …
I
- Inhalationstherapie Inhalationstherapie ist das Einatmen fein vernebelter Sole- oder Arzneimittellösungen über ein Gerät. Als Heilmittel nach § 23 der Heilmittel-Richtlinie wird sie nur als Einzeltherapie …
- Interferenzstromtherapie Interferenzstrom bezeichnet eine Elektrotherapie mit zwei mittelfrequenten Wechselströmen, deren Stromkreise sich im Gewebe kreuzen; dort bildet ihre Überlagerung eine niederfrequente Schwebung. Die Heilmittel-Richtlinie nennt …
- Iontophorese Iontophorese ist eine Anwendung von konstantem Gleichstrom, bei der ein elektrisch geladener Arzneistoff unter der gleichnamig geladenen Elektrode aufgebracht wird und durch das elektrische …
K
- Kassenzulassung Die Kassenzulassung ist der Status, unter dem eine Massagepraxis Leistungen auf Heilmittelverordnung für gesetzlich Versicherte erbringen und abrechnen darf. Masseurinnen und Masseure erhalten sie …
- Kenntnisprüfung Die Kenntnisprüfung ist eine Ausgleichsprüfung nach § 16b MB-APrV für Drittstaatsabschlüsse im Massage- und Bäderberuf: ein mündlicher Teil in Berufs- und Gesetzeskunde und Befundtechniken, …
- Klassische Massagetherapie (KMT) Die Klassische Massagetherapie (KMT) ist eine manuelle Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile mit den Grundgriffen der Massage. Sie ist Heilmittel nach § 18 HeilM-RL …
- Klimatherapie Klimatherapie ist der ärztlich dosierte Einsatz von Klimareizen eines Kurorts wie Kälte, Sonnenstrahlung, Höhenlage oder Meeresluft; Belastungen wie Wärme oder Schadstoffe sollen dabei weitgehend …
- Kneipp-Guss Ein Kneipp-Guss ist eine Wasseranwendung nach Sebastian Kneipp, bei der ein Wasserstrahl über einen Körperabschnitt geführt wird, kalt, warm oder im Wechsel. Die Gussform …
- Kneippsche Anwendungen Kneippsche Anwendungen sind Wasseranwendungen in der Tradition von Sebastian Kneipp, vor allem Güsse, Waschungen, Wickel, Bäder und Wassertreten, oft mit kaltem Wasser. Im Masseurlehrgang …
- Kohlensäurebad Das Kohlensäurebad ist ein medizinisches Wannenbad in Wasser mit festgelegtem Mindestgehalt an gelöstem Kohlenstoffdioxid. § 22 der Heilmittel-Richtlinie regelt es zusammen mit dem Kohlensäuregasbad; …
- Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist laut Anlage 7 zum Physiotherapie-Vertrag die Standardtherapie der Lymphödeme: Lymphdrainage, Kompression, Hautpflege und Bewegung in zwei Phasen. Für …
- Kontraindikation Eine Kontraindikation (Gegenanzeige) ist ein Befund oder Zustand, bei dem eine bestimmte Maßnahme unterbleibt oder nur nach Abwägung infrage kommt, etwa eine Massage oder …
- Kryotherapie Kryotherapie ist die therapeutische Anwendung von Kälte. Als Heilmittel heißt sie Kältetherapie und umfasst nach § 24 HeilM-RL Kaltpackungen, Kaltgas und Kaltluft; im Masseur-Lehrgang …
- Kurmittel (ortsgebundene Heilmittel) Kurmittel sind die Heilmittel eines Kurorts, im engeren Sinn die natürlichen, ortsgebundenen Heilmittel aus Boden, Meer und Klima wie Heilwasser, Peloide und Heilgase. In …
- Kurwesen Kurwesen ist der Bereich der Gesundheitsversorgung, der Kuren in anerkannten Kurorten, Heilbädern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen organisiert. Das Masseur- und Physiotherapeutengesetz nennt es in …
- Kurzwellentherapie (Hochfrequenztherapie) Kurzwellentherapie ist eine Hochfrequenzanwendung, bei der ein elektromagnetisches Feld, meist mit 27,12 Megahertz, Wärme im Gewebe erzeugt. Sie ist Lehrstoff der Masseurausbildung, aber kein …
L
- Licht- und Strahlentherapie Licht- und Strahlentherapie bezeichnet im Lehrgang der Masseure die Anwendung von Strahlung, vor allem optischer Strahlung: Infrarot, sichtbares Licht und UV. Als Heilmittel verordnungsfähig …
- Lymphsystem Das Lymphsystem ist das Netz aus Lymphgefäßen, Lymphknoten und lymphatischen Organen, das Gewebeflüssigkeit sammelt, filtert und ins Blut zurückleitet. Für Masseure ist es die …
M
- Manuelle Lymphdrainage (MLD) Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle Massagetechnik, deren Handgriffe den Lymphabfluss anregen sollen. Sie wird nach der Heilmittel-Richtlinie in drei Zeitstufen verordnet und …
- Massagegriffe (Grundgriffe) Massagegriffe sind die fünf Grundgriffe der klassischen Massage: Streichung, Knetung, Reibung, Klopfung und Vibration. Sie werden nach Gewebebefund kombiniert und im Fach Klassische Massagetherapie …
- Massagepraktiker Massagepraktiker ist eine gesetzlich nicht geregelte Abschlussbezeichnung privater Bildungsanbieter für Lehrgänge in Massagetechniken. Das Zertifikat ersetzt weder die staatliche Prüfung noch die Erlaubnis nach …
- Massagetherapie Massagetherapie ist der Oberbegriff der Heilmittel-Richtlinie (§ 18) für sieben Massageformen, von der klassischen Massage über die reflektorischen Formen bis zur Manuellen Lymphdrainage, die …
- Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) Das MPhG ist das Bundesgesetz für die Berufe Masseurin und medizinische Bademeisterin bzw. Masseur und medizinischer Bademeister sowie Physiotherapeutin und Physiotherapeut. Für Masseure regelt …
- Medical Wellness Medical Wellness ist ein gesetzlich nicht definierter Sammelbegriff für Selbstzahlerangebote, die Gesundheitsförderung und Prävention mit Entspannung verbinden. Er liegt zwischen Heilmitteln auf ärztliche Verordnung …
- Medizinische Bäder Medizinische Bäder sind Voll- oder Teilbäder mit einem festen, flüssigen oder gasförmigen Zusatz, etwa Peloid, Sole oder Kohlendioxid. Auf Rezept möglich sind nur die …
- Mündliche Prüfung Die mündliche Prüfung ist der Teil der staatlichen Prüfung für Masseure und medizinische Bademeister, in dem Anatomie und Spezielle Krankheitslehre im Gespräch geprüft werden. …
- Muskeltonus Muskeltonus heißt der Spannungszustand, den ein Skelettmuskel selbst bei völliger Entspannung behält. Masseurinnen und Masseure ertasten ihn vor der Behandlung; im Heilmittelkatalog steht er …
- Myogelose (Muskelhartspann) Myogelose bezeichnet eine umschriebene, tastbare und meist druckschmerzhafte Verhärtung in einem Muskel. In der Massage ist sie ein Befundbegriff aus dem Tastbefund, abzugrenzen von …
N
- Nicht verordnungsfähige Heilmittel Nicht verordnungsfähige Heilmittel sind Maßnahmen, die Ärztinnen und Ärzte nicht zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen dürfen. Die Heilmittel-Richtlinie zählt sie in Anlage 1 auf, …
O
- Ödem Ein Ödem ist eine Schwellung durch vermehrte Flüssigkeit im Raum zwischen den Zellen. In der Masseurausbildung gehört es zur Allgemeinen Krankheitslehre; Lymphdrainage wird bei …
P
- Palpation Palpation ist die Untersuchung mit tastenden Fingern oder Händen; ihr Ergebnis ist der Tastbefund. Im MMB-Lehrgang steht sie als Palpation der Bewegungsorgane in Anlage …
- Peloide Peloide sind natürliche, feinkörnige Gemische organischer oder anorganischer Herkunft wie Torf, Fango oder Schlick. Mit Wasser zu Brei aufbereitet, werden sie als Bad oder …
- Periostmassage (PM) Die Periostmassage (PM) ist eine punktförmige, rhythmisch ausgeführte Druckmassage über der Knochenhaut. Die Heilmittel-Richtlinie zählt sie zur Massagetherapie, im Lehrgang der Masseure heißt sie …
- Petrissage (Knetung) Petrissage ist die Knetung, ein Grundgriff der Klassischen Massagetherapie: Die Hände fassen vor allem Muskulatur, heben sie an und kneten sie ein- oder zweihändig.
- Physikalische Therapie Physikalische Therapie ist das Ausbildungsziel der Masseurinnen und Masseure nach § 3 MPhG: Verfahren, bei denen Hand, Wasser, Temperatur, Strom oder Licht als Reizträger …
- Physiologie Physiologie ist die Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des Körpers. Im Lehrgang für Masseure und medizinische Bademeister umfasst sie 90 Stunden mit …
- Physiotherapeut (Abgrenzung) Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten lernen nach dem MPhG drei Jahre mit Schwerpunkt Krankengymnastik. Masseurinnen und Masseure absolvieren zwei Jahre Lehrgang plus sechs Monate praktische Tätigkeit …
- Praktische Ausbildung Die praktische Ausbildung ist der Teil des Masseur-Lehrgangs, der in Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen am Patienten stattfindet. Die MB-APrV sieht mindestens 800 …
- Praktische Prüfung Die praktische Prüfung ist der Teil der staatlichen Prüfung für Masseure und medizinische Bademeister, der an Patienten oder Probanden stattfindet. Sie verbindet sieben Fächer …
- Prävention und Rehabilitation Prävention soll Krankheiten und ihre Folgen verhüten, Rehabilitation soll Menschen mit Krankheit oder Behinderung die Teilhabe sichern. Im Lehrgang der Masseure und medizinischen Bademeister …
Q
- Querfriktion Querfriktion ist eine Massagetechnik, bei der die Fingerkuppe mit kleinen, tiefen Bewegungen quer zum Faserverlauf über eine Sehne, ein Band oder einen Muskel geführt …
R
- Rahmenvertrag Physiotherapie (§ 125 SGB V) Der Rahmenvertrag Physiotherapie ist der bundesweite Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V zwischen GKV-Spitzenverband und Berufsverbänden. Er regelt Leistungen, Preise, Fortbildung und …
- Reflexzonentherapie Reflexzonentherapie umfasst Massageformen, die an Reflexzonen in Haut, Bindegewebe und Muskulatur ansetzen und nach einem segmentalen Erklärungsmodell auf innere Organe zielen. In der MB-APrV …
- Reform der Physiotherapieberufe Die Reform der Physiotherapieberufe ist das seit 2020 vorbereitete Vorhaben des Bundes, das Berufsrecht der Physiotherapeuten sowie der Masseure und medizinischen Bademeister neu zu …
- Reizstromtherapie Reizstromtherapie ist Elektrotherapie mit Strömen, die zur Reizung von Nerven- oder Muskelfasern eingesetzt werden, meist mit niederfrequenten Impulsen. Als Heilmittel erfasst § 21 HeilM-RL …
S
- Schriftliche Prüfung Die schriftliche Prüfung ist der Teil der staatlichen Prüfung für Masseure und medizinische Bademeister, der aus zwei Aufsichtsarbeiten von 120 und 180 Minuten an …
- Schule für Masseure und medizinische Bademeister (Massageschule) Massageschule ist der Alltagsname für die Schule für Masseure und medizinische Bademeister. Nur an einer staatlich anerkannten Schule findet der zweijährige Lehrgang nach § …
- Schüler-BAföG Schüler-BAföG ist die Ausbildungsförderung nach dem BAföG für Schülerinnen und Schüler. Für den zweijährigen Lehrgang zum Masseur und medizinischen Bademeister kommt sie nach § …
- Schulgeldfreiheit Schulgeldfreiheit heißt, dass Auszubildende im Lehrgang zum Masseur und medizinischen Bademeister kein Schulgeld an die Schule zahlen. Bundesrechtlich ist sie für diesen Beruf nicht …
- Schweigepflicht Die Schweigepflicht verbietet, Geheimnisse aus der Behandlung unbefugt weiterzugeben. Für Masseurinnen und Masseure folgt sie aus § 203 StGB, weil die Führung ihrer Berufsbezeichnung …
- Segmentmassage (SM) Segmentmassage (SM) ist eine reflektorische Massageform, die sich am Rückenmarkssegment orientiert und mit Knetungen, Friktionen und Vibrationen alle Gewebeschichten von der Haut bis zur …
- Selbstständigkeit als Masseur Selbstständigkeit als Masseur bedeutet, als Masseurin oder Masseur und medizinischer Bademeister auf eigene Rechnung zu arbeiten: in eigener Praxis mit oder ohne Kassenzulassung oder …
- Sicht- und Tastbefund Der Sicht- und Tastbefund ist der Teil der Befunderhebung, in dem Masseurinnen und Masseure eine Körperregion ansehen und Haut, Unterhaut, Muskulatur und Reflexzonen schichtweise …
- Spezielle Krankheitslehre Die Spezielle Krankheitslehre ist mit 360 Stunden das größte Fach der Stundentafel in der Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister. Sie behandelt Krankheitsbilder aus …
- Sportmassage Sportmassage ist eine auf Training und Wettkampf abgestimmte Massage vor, zwischen oder nach körperlicher Belastung. Im Lehrgang der Masseure und medizinischen Bademeister ist sie …
- Staatliche Ergänzungsprüfung Die staatliche Ergänzungsprüfung schließt die nach § 12 MPhG verkürzte Physiotherapieausbildung für Masseure und medizinische Bademeister ab. Sie prüft nur den Stoff des verkürzten …
- Staatliche Prüfung Die staatliche Prüfung beendet den zweijährigen Lehrgang der Masseure und medizinischen Bademeister. Sie besteht nach § 2 MB-APrV aus einem schriftlichen, einem mündlichen und …
T
- Tapotement (Klopfung) Tapotement ist die Klopfung, ein Grundgriff der Klassischen Massagetherapie: rasch und rhythmisch aufeinanderfolgende Schläge mit Handkante, hohler Hand, Faust oder Fingerspitzen.
- Thermotherapie Thermotherapie fasst die Wärme- und Kälteanwendungen zusammen, die § 24 der Heilmittel-Richtlinie als Heilmittel regelt; verordnet werden sie meist ergänzend zu Massage oder Übungsbehandlung. …
U
- Übungsbehandlung (ÜB) Übungsbehandlung (ÜB) ist ein Heilmittel der Bewegungstherapie mit passiv geführten, aktiv-passiven und aktiven Übungen nach § 19 der Heilmittel-Richtlinie. In der Masseur-Ausbildung bildet sie …
- Ultraschalltherapie Ultraschalltherapie heißt als Heilmittel Ultraschall-Wärmetherapie und zielt auf die Erwärmung tiefer gelegener Gewebsschichten. Nach § 24 Abs. 3 HeilM-RL ist sie von der Regel …
- Unterwasserdruckstrahlmassage (UWM) Die Unterwasserdruckstrahlmassage, kurz Unterwassermassage oder UWM, verbindet ein warmes Wannenbad mit einem von Hand geführten, einstellbaren Wasserdruckstrahl. Sie ist Heilmittel der Massagetherapie nach § …
V
- Vegetatives Nervensystem Das vegetative Nervensystem steuert unwillkürliche Körpervorgänge wie Herzschlag, Blutdruck und Verdauung. Es gliedert sich in Sympathikus und Parasympathikus und ist im Lehrgang Stoff der …
- Verkürzte Ausbildung Verkürzte Ausbildung heißt beim Masseur und medizinischen Bademeister: Die Landesbehörde kann auf Antrag eine gleichwertige andere Ausbildung auf den zweijährigen Lehrgang anrechnen (§ 6 …
- Vibration (Erschütterung) Vibration, oft auch Erschütterung genannt, ist ein Grundgriff der Klassischen Massagetherapie: Hand, Finger oder Faust übertragen eine Zitterbewegung auf das Gewebe. Massage mittels Gerät …
W
- Weiterbildung Manuelle Lymphdrainage Die Weiterbildung Manuelle Lymphdrainage ist die nach Anlage 7 zum Rahmenvertrag Physiotherapie geregelte Zusatzqualifikation. Ihr Zertifikat ist Voraussetzung dafür, dass Masseurinnen und Masseure MLD …
- Weiterqualifizierung zum Physiotherapeuten Die Weiterqualifizierung zum Physiotherapeuten ist die nach § 12 MPhG verkürzte Physiotherapieausbildung für Masseurinnen und Masseure und medizinische Bademeister. Sie dauert 18 oder 12 …
- Wellnessmasseur (Abgrenzung) Wellnessmasseur ist eine Bezeichnung für Anbieter von Entspannungs- und Wohlfühlmassagen mit dem Zertifikat eines privaten Bildungsanbieters; einen Beruf dieses Namens regelt kein Gesetz. Erlaubnis …
- Wickel und Auflagen Wickel und Auflagen sind kalte oder warme Anwendungen mit Tüchern, die einen Körperteil umschließen oder auf ihm liegen; in der Ausbildung fallen sie unter …
- Wiederholungsprüfung Die Wiederholungsprüfung ist der einmalige zweite Versuch für eine mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertete Einheit der staatlichen Prüfung für Masseure und medizinische Bademeister. Vor …
Z
- Zertifikatsposition Eine Zertifikatsposition ist eine Heilmittelleistung, die die Heilmittel-Richtlinie mit Sternchen markiert: Abgerechnet wird sie nur mit Weiterbildungsnachweis und Abrechnungserlaubnis. Von den im Kassenvertrag geregelten …