Masseur und Massage Ausbildung an der Berufsförderungswerk Mainz

Auf einen Blick

Abschluss
Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in (staatliche Prüfung)
Dauer
2 Jahre + 6 Monate Anerkennungspraktikum
Form
Vollzeit; Erstausbildung oder Wiedereingliederung (berufliche Rehabilitation, Umschulung)
Ausbildungsbeginn
jeweils April und Oktober (2027: April und Oktober)
Zielgruppe
blinde und sehbehinderte Menschen sowie Menschen mit anderen Behinderungen
Träger
Berufsförderungswerk Mainz gemeinnützige GmbH
Förderung
berufliche Rehabilitation (Deutsche Rentenversicherung, Agentur für Arbeit), AZAV-Bildungsgutschein, Umschulung über das Jobcenter

Berufliche Rehabilitation ist der Kernauftrag des Berufsförderungswerks Mainz. Im Bildungsinstitut für Gesundheit & Soziales der gemeinnützigen GmbH steht die Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin beziehungsweise zum Masseur und medizinischen Bademeister unter der Überschrift Ausbildung für Menschen mit Handicap. Der Unterricht ist auf die Belange blinder und sehbehinderter Menschen ausgelegt; Menschen mit anderen Behinderungen können die Ausbildung ebenfalls absolvieren.

Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister

Zwei Jahre dauert die Ausbildung bis zur staatlichen Prüfung, danach folgt ein Anerkennungspraktikum von sechs Monaten. Eingestiegen wird zweimal im Jahr, im April und im Oktober; für 2027 sind beide Termine angekündigt. Das spätere Berufsfeld reicht von Kliniken, Massage- und Physiotherapiepraxen und Rehazentren bis zu Saunen sowie Gesundheits- und Wellnesszentren.

Zwei Wege führen in die Ausbildung: als Erstausbildung oder zur Wiedereingliederung in den Beruf. Wer den früheren Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kann, wird über die berufliche Rehabilitation gefördert, je nach Fall von der Deutschen Rentenversicherung oder der Agentur für Arbeit. Arbeitsuchende können die Ausbildung mit einem AZAV-Bildungsgutschein besuchen, und auch eine Umschulung über das Jobcenter ist möglich. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, klärt jeweils ein Beratungsgespräch beim zuständigen Träger.

Besonderheiten

  • Unterricht in Kleingruppen, Texte, Tonmaterial und Medien sind auf blinde und sehbehinderte Lernende abgestimmt.
  • Die Dozierenden sind Masseure, medizinische Bademeister und Ärzte mit pädagogischer Qualifizierung.
  • Ein Wohnheim direkt neben dem Schulgebäude bietet möblierte Zimmer mit eigenem Bad, barrierefreie Zimmer und Familienzimmer. Wer mit Blindenhund lebt, kann ihn mitbringen. Unterbringung und Vollverpflegung übernimmt der jeweilige Reha-Träger.
  • Freizeitkurse wie Yoga, Chor, Theater oder Nordic Walking sind inklusiv angelegt, dazu kommen Sporthallen, Fitnessraum und Mensa.
  • Absolventinnen und Absolventen können sich im Rahmen eines Bildungsaufstiegs zum Physiotherapeuten weiterqualifizieren, auch mit Hauptschulabschluss.

Voraussetzungen und Bewerbung

Erwartet werden ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss, gesundheitliche Eignung sowie persönliche, soziale und gesundheitliche Kompetenz. Außerdem verlangt das BFW ein polizeiliches Führungszeugnis und die erfolgreiche Teilnahme an einem Eingangs-Check. Beworben wird mit Bewerbungsbogen, Lebenslauf mit Bild und einer Kopie des Schulzeugnisses, und zwar bis zum Ausbildungsbeginn. Nach Eingang der Unterlagen lädt das BFW zum Aufnahmeverfahren ein.

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