BbS „Dr. Otto Schlein“ Magdeburg
Magdeburg
- 2 Jahre Vollzeit, danach 6 Monate …
- Vollzeit; Bildungsgang AZAV-zertifiziert
- jeweils zum neuen Schuljahr nach den …
Magdeburg
Weißenfels
bundesweit / online
Den Beruf Masseur und medizinischer Bademeister kann man in Sachsen-Anhalt laut Verzeichnis derzeit an der BbS „Dr. Otto Schlein“ Magdeburg erlernen. Ihr Bildungsgang ist laut Schulprofil auf zwei Vollzeitjahre angelegt und endet mit dem Examen an der Schule; danach ist ein halbes Jahr praktische Tätigkeit vorgeschrieben. Weil der Bildungsgang nach AZAV zertifiziert ist, kann auch eine Umschulung mit Bildungsgutschein in Betracht kommen; darüber befinden Agentur für Arbeit oder Jobcenter.
Wer unter einer Massage-Ausbildung in Sachsen-Anhalt einen Kurs versteht, etwa zur Wellnessmassage, landet bei privaten Anbietern. Deren Zertifikat stammt vom Anbieter selbst und führt nicht zum geschützten Beruf. Alle Angaben zu Schulen auf dieser Seite folgen dem Stand des Verzeichnisses. Auch in den Nachbarländern sind Schulen mit staatlicher Prüfung eingetragen, etwa in Sachsen und Thüringen.
Bundesweit gilt: Masseur und medizinischer Bademeister ist eine geschützte Berufsbezeichnung, für die man eine behördliche Erlaubnis braucht (§ 1 MPhG). Auf dem Weg dorthin liegen zwei Schuljahre an einer staatlich anerkannten Einrichtung, das bestandene Examen und ein halbes Jahr Praxis. Das Berufsrecht ist Bundesrecht und gilt in Sachsen-Anhalt wie in jedem anderen Land. Seminare zu Wellness-, Sport- oder Fußreflexzonenmassage gehören nicht dazu: Programm und Prüfung legt dort der Veranstalter fest.
Eingetragen ist die BbS „Dr. Otto Schlein“ Magdeburg. Sie unterrichtet zwei Jahre in Vollzeit bis zur staatlichen Prüfung, danach folgen sechs Monate praktische Tätigkeit. Der Bildungsgang ist nach AZAV zertifiziert, und laut Schulprofil bietet die Schule außerdem Weiterbildungen an. Die Ortsseite zur Massageschule in Magdeburg fasst diese Angaben zusammen. Für Weißenfels besteht ebenfalls eine Ortsseite, dort gibt es derzeit aber keinen Eintrag einer Schule mit aktuellem Lehrgang. Andere Orte des Landes sind im Verzeichnis bisher nicht erfasst.
Für das Land war bis Oktober 2026 keine Landesregel zum Schulgeld auffindbar, die den Massageberuf nennt; geprüft wurde zuletzt am 15.10.2026. Ein bundesweites Verbot von Schulgeld gibt es für Masseure nicht. Ob und in welcher Höhe Kosten entstehen, hängt deshalb vom Schulträger ab und lässt sich nur dort erfragen.
Zum Lebensunterhalt trägt unter Umständen Schüler-BAföG bei, vorausgesetzt, die Klasse setzt keine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Bei einer Umschulung hängt die Förderung per Bildungsgutschein an der AZAV-Zulassung von Schule und Lehrgang; ausgestellt wird er von Arbeitsagentur oder Jobcenter.
Aufnahme finden können Bewerberinnen und Bewerber, deren gesundheitliche Eignung feststeht und die mindestens den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss vorweisen. Eine fertige, mindestens ein Jahr dauernde Ausbildung in einem anderen Beruf ersetzt den Schulabschluss. Der Stundenplan umfasst 2.230 Stunden Unterricht; 800 weitere Stunden entfallen auf die praktische Ausbildung. Das Examen wird an der eigenen Schule abgelegt, in drei Teilen und mit der Landesbehörde im Vorsitz.
Sachsen hat Einträge in Bad Elster, Chemnitz, Leipzig, Plauen und Zwickau. Thüringer Schulen mit laufendem Lehrgang finden sich in Nordhausen, Saalfeld und Erfurt, darunter das Bildungswerk für Gesundheitsberufe Erfurt. Brandenburg ist mit der SOWI Gesundheits- und Pflegefachschule Strausberg vertreten, während für Niedersachsen derzeit kein laufender Eintrag besteht. Beim Schulgeld richtet sich die geltende Regel nach dem Sitz der Schule.
Nein. Die Berufsbezeichnung ist an eine behördliche Erlaubnis gebunden, und die gibt es erst nach dem bestandenen Examen an einer staatlich anerkannten Schule und der anschließenden Praxiszeit. Ein Zertifikat aus einem Wellness-, Sport- oder Fußreflexzonenkurs zählt dafür nicht, auch die Abrechnung mit gesetzlichen Kassen bleibt damit verschlossen. Mehr dazu unter Massagepraktiker.
Teilweise. Wer schon eine gleichwertige Ausbildung mitbringt, kann deren Anrechnung beantragen (§ 6 Abs. 2 MPhG). Wie viele Monate entfallen, legt die zuständige Landesbehörde im Einzelfall fest; eine feste Zahl steht nicht im Gesetz. Einzelheiten stehen im Eintrag zur verkürzten Ausbildung.